Bericht über die Fliegenfischerschule Ralf Hoppe

In der Passauer Neue Presse ist ein Bericht von Michael Süß über die Fliegenfischerschule Ralf Hoppe erschienen, hier ist er:

In der Passauer Neue Presse ist ein Bericht über die Fliegenfischerschule Ralf Hoppe erschienen

In der Passauer Neue Presse ist ein Bericht über die Fliegenfischerschule Ralf Hoppe erschienen

Der mit den Fliegen wirft 

Fliegenfischen gilt als die Königsdisziplin des Angelns. Ralf Hoppe hat darin seinen Lebensinhalt gefunden. In Pulling im Bayerischen Wald betreibt er eine Fliegenfischerschule.
von Michael Süß 

Ralf Hoppe rollt einige Meter der orangenen Nylonschnur ab und hält sie locker zwischen den Fingern der linken Hand. Dann schwingt er mit der Rechten die Angelrute, einmal nach hinten, dann nach vorne. Die Schnur saust 30 Meter weit durch die Luft. Auf den ersten Blick scheint das nicht besonders schwierig zu sein. Wenn man ihm das aber sagt, drückt er einem die Angelrute in die Hand. „Versuchen Sie es selbst!“ Diesmal fliegt die Schnur keine drei Meter weit und fällt dann auf den Boden. „Das passiert allen beim ersten Mal“, sagt Hoppe. „Zum Fliegenfischen muss man die richtige Technik können.“ 
Die können hierzulande nur wenige so gut wie er, der seit 25 Jahren begeisterter Fliegenfischer ist. Anfangs nur als Hobby, doch seit drei Jahren lebt er davon: Er ist der einzige vom internationalen Fliegenfischerverband (IFFF) zertifizierte Trainer in ganz Ostbayern, hat in seiner Wahlheimat Pulling bei Blaibach im südlichen Landkreis Cham eine Fliegenfischerschule gegründet. 

Mindestens zwei Stunden täglich wird geübt 

Und Ralf Hoppe will noch besser werden: Momentan bereitet er sich auf das Examen zum „Master Certified Casting Instructor“ vor – sozusagen der Meisterprüfung im Fliegenfischen. Dafür übt er mindestens zwei Stunden am Tag. Die Prüfungsaufgaben haben es in sich: Bei einer werden kleine Verkehrskegel im Abstand von 60 Zentimetern aufgestellt. Er muss die Schnur dann so werfen, dass sie sich im Slalomkurs mittig durch die Kegel schlängelt. 

Weißer Regen idealer Fluss zum Fliegenfischen 

In Pulling hat Ralf Hoppe sein Anglerparadies gefunden: Dort fließt der Weiße Regen in den Schwarzen Regen. Außerdem gibt es den Blaibacher See. „Da ist für jeden was dabei“, sagt er. Immer wieder ist der gebürtige Bochumer früher im Urlaub dorthin zum Angeln gekommen, oft mehrmals im Jahr. 2006 verließ er schließlich seine Heimat in NordrheinWestfalen und zog komplett in den Bayerischen Wald. 
Besonders der Weiße Regen sei bei Pulling ein ideales Gewässer zum Fliegenfischen, sagt er. Der Fluss sei nicht so überlaufen wie andere Gewässer, weil dort nur die Gäste des Pullinger Fischerstüberls, das ihn bewirtschaftet, angeln dürften. Außerdem gebe es in ihm Bachforellen, Äschen und vereinzelt auch Regenbogenforellen und Bachsaiblinge – alles Fischarten, die gerne Insekten fressen und damit ideal sind zum Fliegenfischen. 

Die Köder sollen kleine Insekten imitieren 

Ralf Hoppe zeigt Köder aus feinen Härchen, kleiner als ein Fingernagel und federleicht. Diese sollen Insekten imitieren, deswegen nennen die Angler sie auch „Fliegen“. Doch weil diese Köder so leicht sind, könne man sie nicht – wie bei anderen Arten des Angelns – als Wurfgewicht verwenden. Stattdessen müsse dafür das Eigengewicht der Schnur reichen. 
Schade finde er, dass das Fliegenfischen nach wie vor hauptsächlich ein Männersport sei, sagt Ralf Hoppe. „Es wäre schön, wenn wir mehr Frauen am Wasser hätten.“ Auch in seinen Kursen seien 90 Prozent der Schüler männlich. Wenn Frauen kämen, dann meist in Begleitung ihrer Partner. 

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